Die 5 hilfreichsten Tipps für dein gelungenes selbstgeschriebenes Gedicht

Die 5 hilfreichsten Tipps für dein gelungenes selbstgeschriebenes Gedicht

Es steht eine besondere Feier an? Jemand ganz besonderes hat Geburtstag oder heiratet? Vielleicht deine Freundin? Oder haben deine Eltern Silberhochzeit?

 

Was auch immer dich erwartet: Du hast dir vorgenommen, nicht nur ein sehr persönliches Geschenk zu vergeben, sondern auch ein ausgefeiltes, passendes Gedicht zum Besten zu geben?

 

Jetzt sitzt du vor einem leeren Blatt und wartest auf den Blitzeinschlag, der dir auf wundersame Art die Zeilen aufs Papier bringt? Leider passiert nichts und du starrst nur verloren auf diese quälende Weiße. Also fragst du dich: Wie soll das gehen?

 

So geht es nicht nur dir, sondern auch tausenden von Schriftstellern, Poeten, Bloggern, Drehbuchautoren usw. Und trotzdem bringen sie nach einiger Zeit die wundervollsten Werke heraus. Wie machen die das bloß und was sollst du tun, denn du bist ja kein routinierter Schreiber?

 

 

Erfahre jetzt hier die 5 hilfreichsten Tricks von Profischreibern, wie du doch noch zu einem schönen Gedicht kommst!

Tipp 1: Brainstorming

 

 

 

Lass zuerst dein Gehirn glühen, denn jetzt ist Brainstorming angesagt. Stell dir dazu die Person, der du das Gedicht widmest, bildhaft vor. Schreibe schnell alle Worte, die dir zu den folgenden Fragen in den Sinn kommen, auf:

  • ·         Wie ist sie so drauf?
  • ·         Was macht sie aus?
  • ·         Woran denkst du, wenn du an sie denkst?
  • ·         Erinnere dich an gemeinsame Erlebnisse! Welche Gefühle kommen da hoch?
  • ·         Wobei hat sie dir geholfen?
  • ·         Was konnte sie dir bisher im Leben vermitteln?
  • ·         Bist du vielleicht stolz auf sie? Warum?
  • ·         Hat sie vielleicht eine harte Zeit hinter sich?
  • ·         Was wünschst du ihr für die Zukunft?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp 2: Reimworte finden

Jetzt hast du ein paar Worte, mit denen du deine Strophen bilden kannst. Die brennende Frage unter deinen Nägeln lautet jetzt wahrscheinlich: Woher kriege ich gute Reime auf meine Brainstorming-Worte? Der Tipp lautet: Aus dem Kopf! Oder, falls du völlig planlos bist: aus dem Internet! Besuche z. B. diese Website http://www.was-reimt-sich-auf.de/. Hier kannst du deine Worte angeben und bekommst allerhand Worte ausgespuckt, die sich reimen.

 

Kleiner Exkurs: Was ist eine Strophe? Ein typisches Gedicht besteht aus Versen, die zusammenhängend eine Strophe ergeben. Ein Gedicht besteht meist aus mehreren Strophen. Das ist z. B. eine Strophe:

Im Frühling sprießt der Klee.

Im Sommer hüpft das Reh.

Im Herbste weht ein starker Wind.

 

Im Winter kommt das Christuskind.

 

Diese vier Sätze (Verse) bilden zusammen eine Strophe; Diese Strophe besteht aus vier Versen. Typischerweise – und für den Anfang sollte das genug der hohen Dichtkunst sein – reimen sich die Worte am Ende eines Verses immer. Die Worte aus deinem Brainstorming solltest du dort einsetzen und dann (andere) Worte finden (z. B. aus dem o. g. Link), die sich auf deine Brainstormingworte reimen.

Tipp 3: Wähle ein Reimschema!

Welches Reimschema gefällt dir besser? Es gibt verschiedene Arten. Hier hast du ein paar Beispiele zu den drei gängigsten Sorten:

 

 

Der Paar-Reim:

 

Im Frühling sprießt der Klee.

Im Sommer hüpft das Reh.

Im Herbste weht ein starker Wind.

Im Winter kommt das Christuskind.

 

Der Kreuzreim:

 

Im Frühling sprießt der Klee.

Im Herbste weht ein starker Wind.

Im Sommer hüpft das Reh.

Im Winter kommt das Christuskind.

 

Der umarmende Reim:

 

Im Frühling sprießt der Klee.

Im Herbste weht ein starker Wind.

Im Winter kommt das Christuskind.

Im Sommer hüpft das Reh.

 

 

Für Anfänger bietet sich entweder der Paarreim oder der Kreuzreim an. Die beiden sind wahrscheinlich am einfachsten. Aber das ist sicher Geschmackssache. Am besten ist es, du entscheidest dich für eins und schreibst dann dein Gedicht in dem gewählten Reimschema. So ist es auch für die Zuhörer am einfachsten.

Tipp 4: „Silben klatschen“ oder „Der Rhythmus, bei dem man mit muss“

Wichtig für ein geschmeidiges Gedicht ist das Versmaß, aus dem sich der Rhythmus bildet. Diesen klatschst du einfach mit deinen Händen, während du dir die Strophe laut vorliest. Probiere es einfach mal aus! Man kommt schnell dahinter!

 

 

Das machst du dann bei allen Strophen so. Die sich reimenden Verse sollten immer den gleichen Rhythmus haben. Dementsprechend ist gewährleistet, dass sich deine Strophen taktvoll und flüssig anhören. Hört sich eine Strophe etwas „unrund“ an, justierst du einfach etwas nach, d. h., du lässt entweder ein überflüssiges Wort weg oder du fügst gegebenenfalls eines hinzu. Oder du musst dir ein anderes, längeres oder kürzeres Wort aussuchen.

 

Probieren geht über Studieren!

Tipp 5: Der Vortrag

Dein Gedicht auf der Feier selber vorlesen oder einfach nur schriftlich in einer Geburtstagskarte überreichen?

 

Das bleibt dir überlassen und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Vielleicht kannst du ja gar nicht bei der Feier dabei sein und schreibst deshalb nur eine Karte oder einen Brief.

 

Oder du hast tierisch Angst vor einem Vortrag vor vielen Gästen und übergibst einfach nur ein schön geschriebenes A4 Blatt, herzlich verziert mit Fotos, Herzchen und Blumen.

 

Tipp für sehr Schüchterne: Zur Not kannst du auch jemanden bitten, dein Gedicht vorzulesen.

 

Wenn du dich dazu entscheiden solltest, dein Gedicht selber vorzutragen, denke daran, dies zuerst mit dem/der Partyplaner/in oder sogar mit dem Geburtstagskind abzustimmen. Ihr könnt euch im Voraus einen passenden Moment ausdenken, an dem du dein Gedicht vorliest. Oder, falls es eine absolute Überraschung für alle sein soll, ist der beste Zeitpunkt, den du dir aussuchen solltest, folgender: Du drängelst dich nicht zu sehr in den Vordergrund und beobachtest erstmal die Gäste, die räumlichen Gegebenheiten und den Ablauf.

 

Am besten trägst du dein Gedicht immer vor oder nach dem Essen vor. Du wartest erstmal ab, ob es vielleicht eine offizielle Geschenkübergabe oder ein Auspacken der Geschenke gibt. Wenn der Großteil der Geschenke überreicht oder geöffnet wurde, trittst du als Überraschung hervor und fängst z. B. so an: „Entschuldigung, ich bitte euch alle mal um eure Aufmerksamkeit.“

 

In kürzester Zeit werden dir die Ohren der Gäste zugewandt sein und dann fährst du fort: „Ihr wisst ja, dass wir uns heute hier zu Ehren von Oma Trudchen versammelt haben, um sie zu beglückwünschen und ihr eine Freude zu bereiten. Ich habe mir etwas einfallen lassen und ein Gedicht für sie geschrieben, weil ich der Meinung bin, dass sie es verdient hat/dass es ihr und auch euch gefallen wird.“

Dann machst du es einfach kurz und schmerzlos, räusperst dich und fängst an, dein Gedicht vorzutragen.

 

Tipp für gutes Timing: Wichtig ist, dass du bei der Ansprache dem Gastgeber nicht die Show stielst. 

 

 

Egal, was am Ende dabei herumkommt, denke immer daran: Niemand wird dir den Kopf abreißen, wenn das Gedicht nicht 100%ig 1 A perfekt ist, denn alle wissen genau, wie schwer es ist, ein Gedicht zu Papier zu bringen. Die wenigsten Menschen geben sich heutzutage noch so eine Mühe. Vor allem bringen kleine Ungenauigkeiten, z. B. Stottern oder Versprechen, deinen Charme hervor. 

Übung macht den Meister

Wenn es dein erstes Gedicht ist, wirst du sicher in 10 Jahren darüber schmunzeln, solltest du bis dahin noch mehr dichten. Denn je mehr man dichtet, desto leichter geht es einem irgendwann von der Hand und man probiert sich an immer anspruchsvolleren Reimen und Thematiken aus. 

Und was ist, wenn mir überhaupt nichts einfällt?

Falls dir bereits im Brainstormingbereich rein gar nichts einfällt oder du dir unsicher bist, findest du ja im Internet etliche Gedichte, auf die du zur Not immer zurückgreifen kannst. Auch als Inspiration dienen sie übrigens hervorragend.

 

Wir hoffen, du konntest etwas Nützliches aus der Anleitung aufgreifen und wünschen dir viel Spaß beim Dichten und Denken!

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